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Nicht nur eine Phase


Es ist keine Phase.

Ich hatte letztens ein Erstgespräch. Die Familien erzählen mir in dem ca. zweistündigen Termin alle Details ihrer Schlafsituation.



Anfangs fragte der Vater: „Verena, bitte… das ist doch nicht nur eine Phase, oder??“ „Überall erzählt man uns, seit 6 Monaten, dass das nur eine Phase sein kann“.

NEIN! Sehr schlechtes Schlafverhalten ist definitiv keine Phase. Im Leben eines Kindes gibt es viele Phasen. Das ist klar. Sie entwickeln sich teilweise rasant und das merken wir mal mehr, mal weniger. Und das merkt man oft auch an schlechteren Nächten, schwierigerem Einschlafen und einem quengeligen Kind. Aber eine Phase dauert keine Monate. Wenn eine Schlafsituation wirklich seit Monaten anstrengend ist, dann ist es keine Phase. Was sein kann, ist, dass durch eine Phase eine blöde Schlafsituation entsteht. Das gibt es ganz oft. Die ersten Monate eines Kindes laufen total gut. Und dann kommt der erste richtige Entwicklungsschritt. Instagram würde von einer „Schlafregression“ sprechen. Achtung: wer mir schon länger folgt, weiß was jetzt kommt! ES GIBT KEINE REGRESSIONEN! Regression bedeutet Rückschritt. Das Kind würde sich rückschrittig entwickeln und deswegen auf einmal nicht mehr Einschlafen können wie gewohnt. Würde öfter wach werden und wieder mehr Hilfe brauchen. Blödsinn! Das würde ja jeglicher Natur widersprechen. Kinder haben Entwicklungsschübe. Sie lernen auf einmal ganz viel und entwickeln sich weiter. Dieses neue „Können“ kann Kinder verunsichern. Wer verunsichert ist, braucht Sicherheit und die gibt es bei den Bezugspersonen. Heißt auf dem Arm bzw mit Nähe und Geborgenheit. Unter Umständen auch nachts. Ihr Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Auch nachts. Das kann zu unruhigen Nächten führen. In diesen Zeiten ist es auch wahrscheinlich, dass sich die Wachphasen der Kinder weiterentwickeln. Deswegen empfehle ich ja auch immer das Beachten von Wachphasen. Denn sonst kann es sein, dass das Kind zur gewohnten Zeit nicht mehr müde genug ist. Es braucht jetzt einfach länger, um wieder richtig müde zu sein. Das ist eine Phase. Das dauert dann ein paar Tage oder ein 2-3 Wochen. Dann ist es wieder gut. Meist so plötzlich, wie es gekommen ist. Wenn in so einer Phase (aus Verzweiflung) dann jedoch mit umfangreichen Einschlaf- oder Weiterschlafhilfen begonnen wurde, kann es natürlich sein, dass die bleiben. Kinder gewöhnen sich an Veränderungen total schnell. Wenige Wiederholungen können schon reichen und eine neue Vorgehensweise gilt als etabliert. Eigentlich gut. Ist nur doof, wenn die neue Vorgehensweise dann super anstrengend ist (tragen, schuckeln, wippen etc).

Diese wieder auszuschleichen, wird dann oft schwer. Gewohnheiten gibt nämlich keiner gerne her. Wir Erwachsenen tun uns ja auch oft schwer, wenn es darum geht, eine liebgewonnene Gewohnheit verändern zu müssen. Also…lass dir bitte nicht einreden, dass es eine Phase ist, wenn eure Schwierigkeit schon länger besteht. Und bitte lass dich nicht einreden, dass es Regressionen gibt 😉 (damit wird leider hauptsächlich Angst geschürt. Bei meinem zweiten Sohn habe ich fast nie einen Schub gemerkt. Immer erst, als der vorbei war. Da ist mir aufgefallen, dass er was Neues konnte. Deswegen lass dich bitte nicht verrückt machen.)

Solltest du eure „Phase“ beenden wollen und endlich eine entspannte Schlafsituation haben wollen, dann nutze mein kostenloses Infogespräch. Da besprechen wir wie ein passendes Schlafcoaching für dich aussehen kann. Gemeinsam kriegen wir jede Schwierigkeit geregelt. Herzlich, Verena

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