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Die 5 Sprachen der Liebe

Die Akkus deines Kindes auffüllen – aber wie?

Die 5 Sprachen der Liebe (nach G. Chapman und R. Campbell) könnten helfen



In meinen Schlaf – und Familiencoachings erzähle ich immer wieder davon, die Akkus der Kinder aufzuladen. Denn volle Kinder-Akkus können sehr viel bewirken:

  • Das Einschlafen fällt leichter

  • Eine Trennung fällt leichter

  • Das allein beschäftigen fällt leichter

  • Kooperation fällt leichter


Die Frage ist dann immer nach dem WIE. Viele kennen schon meinen „optimalen Tagesablauf“. Dort findet sich Platz für Quality – Time, Auszeiten und Ruhephasen.

Aber so eine Quality-Time ist ja manchmal gar nicht so einfach zu gestalten. Ich sage immer: seid die coolsten Eltern, die eure Kinder sich vorstellen können. Habt Spaß, seid lustig, macht etwas, was euch gemeinsam Freude bereitet.

Dabei geht es nicht darum, jeden Tag ein wahnsinniges Event zu bieten. Sondern ungeteilte Minuten. Und wenn die Zeit knapp ist, ist es hilfreich zu wissen, wie man die Bindungs-Akkus der Kinder am besten / stärksten aufladen kann.

Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass DU ein ganz verrückter „kuschler“ bist und dein Kind / Partner:in, das nicht unbedingt erwidert. Oder, dass du manchmal enttäuscht bist, weil du bei bestimmten Dingen „übersehen“ wurdest. Das eine Leistung von dir, von engen Bezugspersonen nicht ausreichend gewürdigt wurde. Oder, du wunderst dich, dass dein Kind / Partner:in sich in bestimmten Situationen gar nicht so freut, wie du es erwartet hättest.

Das kann daran liegen, dass ihr unterschiedliche Sprachen der Liebe sprecht. Und diese Unterschiede können zu Missverständnissen führen.

Folgende 5 Sprachen der Liebe könnten Klarheit bringen:


1.Wertschätzung und Anerkennung

Manche Kinder brauchen immer wieder die Bestätigung, gesehen zu werden.


„Guck mal Mama / Papa“.

„Wow, du bist ja schon angezogen“. „Du hattest ja Spaß beim Malen / Baden etc“

„Danke, dass du mir geholfen hast“.


Bitte nicht verwechseln mit Lob /

Belohnungen. Das kann, beim Wegfall, durchaus auch als Strafe empfunden werden. Das ist ein sehr großes Thema. Da gibt es bald einen separaten Newsletter 😉


2. Zeit zu zweit Gemeinsame Zeit. Nur du und dein Kind / Partner:in. Ohne Unterbrechung (Handy zB). Ohne Störung.


3. Geschenke, kleine Aufmerksamkeiten Zwischendurch eine Süßigkeit oder ein kleines Buch / Spielzeug oder auch ein besonderes Blatt, Stein, Bild mitbringen.


4. Hilfsbereitschaft Wenn du etwas für dein Kind tust. Wenn du bei Situationen hilfst, die es eigentlich schon selbst kann. Mein Sohn zB möchte mittags regelmäßig, dass ich ihm eine Decke bringe und ihn zudecke. Obwohl er fast daneben sitzt und sie schnell nehmen könnte. Ich muss immer extra aufstehen und zu ihm kommen.


5. Nähe, Zärtlichkeit Kuscheln, auf dem Schoß sitzen, getragen werden. Am liebsten, immer und überall. Egal in welchem Alter.


 

Kleinkinder sprechen erstmal alle Sprachen.


So ab 4 Jahren entwickeln sich dann einzelne Sprachen. Die Liebessprache seines Kindes entdeckt man nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess des Beobachtens.

Du kannst jetzt mal an dein Kind denken: kuschelt es gern? Möchte es öfter Hilfe in Situationen, die dich verwundern? Ist es nach einer Zeit-zu- zweit viel besser drauf als sonst? Sucht es ständig über Tag um Aufmerksamkeit und „gesehen werden“?

Vielleicht wird dir jetzt ja auch einiges bei deinem Partner:in klar.


Ich habe meinen Sohn mal gefragt, ob er denkt, dass ich ihn liebe. Ich sage ihm das oft, aber ich wollte mal hören, was er sagt. Er sagte dann: „na klar Mama, du küsst mich ja immer so viel!“


Damit ist seine Liebessprache wohl klar.

Bitte bedenke, dass Kinder das oft gar nicht klar sagen können. Selbst Erwachsenen fällt es schwer, genau zu sagen, was sie brauchen. Erwarte von deinem Kind also nicht zu viel. Hilfreicher ist es, wenn du dich rantastest und dein Kind beobachtest.

Und klar ist auch, wenn unsere Kinder / Partner:innen sich richtig geliebt fühlen, macht es das Zusammenleben doch gleich viel leichter.

Hast du schon eine Idee, welche Sprache dein Kind spricht? Ich freue mich, wenn dir diese Infos geholfen haben. Herzlich, Verena

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